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Corona Krise Wissen Sie nicht genau, wie Sie gestellt sind, wenn Sie im Zusammenhang mit der Corona-Krise arbeitslos, nach Hause geschickt oder entlassen werden? Hier erhalten Sie einen Überblick darüber, was gilt.

Arbeitslos und vielleicht angesteckt

Vielleicht sind Sie arbeitslos oder befürchten, dass Sie im Zusammenhang mit der Corona-Krise arbeitslos werden, die vermutlich viele Unternehmen hart treffen wird. 

Die Regierung und die Sozialpartner haben eine Vereinbarung getroffen, die Unternehmen unterstützt, welche Mitarbeiter mit Lohn nach Hause schicken, anstatt jemanden zu entlassen. Diese Maßnahme wird hoffentlich viele Arbeitsplätze retten. Es hat viele Entlassungen gegeben. Hier können Sie sehen, wie Sie gestellt sind, wenn Sie entlassen oder nach Hause geschickt werden oder bereits arbeitslos sind.

Die unten stehenden Richtlinien dienen als Hinweise, und Bestimmungen und Anweisungen können sich von Tag zu Tag ändern. Besuchen Sie www.3f.dk, wo Sie die neuesten Informationen über die Konsequenzen des Corona-Virus im Überblick finden. Sie können sich auch mit Ihrer örtlichen Abteilung in Verbindung setzen. 

Falls Sie einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt waren, zum Beispiel auf einer Reise, können Sie zu Hause bleiben und gleichzeitig Tagegeld beziehen.

Wenn Sie sich anstecken oder in Quarantäne kommen, wird dies ein Krankheitsfall betrachtet. In diesem Fall erhalten Sie in den ersten 14 Tagen Tagegeld von Ihrer Arbeitslosenversicherung, woraufhin Sie Krankengeld von der Kommune bekommen, falls Sie weiterhin krank sind.

Hierbei gibt es mehrere mögliche Szenarien. Der erste Fall sieht so aus, dass Sie mit Lohn nach Hause geschickt werden, vgl. Vereinbarung vom 15. März über den Ausgleich für Unternehmen.

Ein anderer Fall ist, dass Sie entlassen werden:

  • Falls Sie KEINEN Tarifvertrag haben, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen mit der Frist kündigen, die in Ihrem Arbeitsvertrag steht. Wenn Ihre Kündigungsfrist abgelaufen ist, können Sie Tagegeld beantragen. Es ist wichtig, dass die Kündigungsfrist eingehalten wird, da es andernfalls als „selbstverschuldete Arbeitslosigkeit“ angesehen wird und Sie von der Arbeitslosenversicherung drei Wochen Quarantäne erhalten können.
  • Falls Sie einen Tarifvertrag HABEN, kann es besondere Möglichkeiten geben, mit denen Sie nach Hause geschickt und und Tagegeld beziehen können.

Es ist wichtig, dass Sie sich am ersten Tag Ihrer Arbeitslosigkeit arbeitslos melden. Dies tun Sie unter www.jobnet.dk Außerdem müssen Sie Tagegeld beantragen. Tun Sie dies unter Mit3F, Sie benötigen Ihr NemID.

Darüber hinaus müssen Sie Ihren Lebenslauf bei www.jobnet.dk erstellen oder Ihren Lebenslauf aktualisieren, falls Sie dort bereits einen haben.

Der Bezug von Tagegeld setzt voraus, dass Sie die Anforderungen für den Bezug von Tagegeld erfüllen, u.a. dass Sie seit einem Jahr Mitglied einer Arbeitslosenversicherung sind. Außerdem müssen Sie eine Einnahmeanforderung erfüllen.

Erfüllen Sie diese Anforderungen nicht oder sind Sie nicht Mitglied der Arbeitslosenversicherung, so setzen Sie sich mit der Kommune in Verbindung, um z.B. Arbeitslosengeld 2 zu beantragen. 

Erscheinen Sie bitte aufgrund der zurzeit bestehenden Ansteckungsgefahr nicht persönlich in der Arbeitslosenversicherung Ihrer örtlichen Abteilung. Das ist auch nicht nötig, da Sie sich von Ihrem Computer aus bei Jobnet anmelden und Tagegeld beantragen können.

Setzen Sie sich gern telefonisch mit der Arbeitslosenversicherung in Verbindung. Finden Sie Ihre örtliche Abteilung über www.3f.dk. 

Finden Sie Ihre örtliche Abteilung über www.3f.dk.
Neue Kurzarbeit soll Entlassungen vorbeugen

Eine neue vorübergehende Vereinbarung über Kurzarbeit soll Arbeitsplätzen helfen, die noch immer wegen der Corona-Krise unter Druck stehen. Der Vertrag bedeutet unter anderem, dass in Fällen von Kurzarbeit anstatt Entlassungen der Höchstbetrag des Tagegeldes auf 23.000 DKK im Monat erhöht wurde.

Am 29. August lief der Vertrag über Lohnausgleich ab, der die Hand unter viele Arbeitsstellen gehalten hat. Stattdessen haben die Sozialpartner und die Regierung ein erweitertes Modell für Kurzarbeit vereinbart, das Arbeitnehmern und Unternehmen helfen kann, so dass sie Entlassungen vermeiden können, obwohl sie noch immer unter der Krise zu leiden haben.

Man kann für den Rest des Jahres 2020 Kurzarbeitsverträge schließen.

Der Vertrag bedeutet, dass die Mitarbeiter sich die anstehende Arbeit teilen können, wenn es im Unternehmen nicht genug zu tun gibt, und somit Entlassungen vermeiden. In der Zeit, in der man beurlaubt ist, erhält man Kurzarbeitergeld. Als ein Teil des Vertrags wird der höchste Tagegeldsatz auf 23.000 DKK im Monat erhöht. Damit liegt er um gut 20 Prozent höher als der normale Höchstsatz. Der Satz wird nach wie vor individuell berechnet.

In Zeiten, in denen man beurlaubt ist, kann man auch an Weiterbildungen teilnehmen.

Wenn man Teil der neuen Kurzarbeit ist, wird der Anspruch auf Tagegeld dadurch nicht berührt. Das bedeutet, dass die Kurzarbeit nicht im gesamten Verbrauch des Tagegeldes mitgerechnet wird, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt arbeitslos wird.

Das Verhältnis zwischen Beurlaubung und Arbeit wird flexibel. Das bedeutet, dass man für mindestens 20 Prozent, jedoch höchstens 50 Prozent der Arbeitszeit im Schnitt beurlaubt werden kann, gemessen über einen Zeitraum von vier Wochen im Vergleich zur vereinbarten Arbeitszeit.

Während das Unternehmen nach der neuen Kurzarbeitsregelung verfährt, dürfen keine neuen Personen in Betriebspraktika, mit Lohnkostenzuschüssen oder Leiharbeitnehmer von einer Leiharbeitsagentur angestellt werden. Ein neuer Mitarbeiter, der in einer Kurzarbeitsphase eingestellt wird, nimmt ab dem ersten Tag an der Kurzarbeit teil.

Auch darf das Unternehmen im Verlauf keine Mitarbeiter entlassen, sofern dies nicht bereits im Vorfeld angekündigt worden war – es sei denn, der Grund ist ein ganz anderer.

Fakta Einegenauere Klärung steht noch aus

Der Vertrag enthält Details, die in den Tagen nach dem Vertragsschluss noch geklärt und ausgelegt werden müssen.

Bis dahin können nicht alle Fragen in allen Einzelheiten beantwortet werden.

Wir informieren Sie so schnell, wie wir können.

Neue verschärfte Corona-Maßnahmen sollen Ausbreitung verhindern

Ausländische Arbeitnehmer müssen nun einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Dänemark einreisen. Hier finden Sie weitere Informationen über die Maßnahmen, welche die Ansteckung mit dem Coronavirus unter ausländischen Arbeitern bremsen sollen.

Die Regierung stellte am 23. Oktober eine Reihe neuer Corona-Bestimmungen vor, um die Ansteckung mit dem Coronavirus auf dem Arbeitsmarkt zu bremsen.

Eine der Bestimmungen betrifft ausländische Arbeitskräfte. Es wurden nämlich Ansteckungen von u.a. polnischen Arbeitskräften nachgewiesen, und auch im Zusammenhang mit Baustellen und Schlachtbetrieben mit ausländischer Arbeitskraft hat mehrere Ausbrüche gegeben.

Daher muss ab Montag, den 26. Oktober, ein negativer Coronatest vorgewiesen werden, um die Grenze zu überqueren, wenn man aus einem Hochrisikoland kommt. Der Test muss innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein. Von der Bestimmung ausgenommen sind Personen, die täglich die Grenze überqueren, sowie Güterverkehr.

Außerdem kommen mobile Teststationen zum Einsatz, insbesondere an größeren Baustellen oder Orten, an denen ausländische Arbeitnehmer wohnen. Darüber hinaus wird die Gewerbeaufsichtsbehörde in verschärftem Maße Corona-Kontrollen an Arbeitsplätzen mit einem hohen Anteil an ausländischen Arbeitskräften durchführen.

Fährt man gemeinsam mit anderen zur Arbeit und nach Hause und sitzen mehr als zwei Personen im Fahrzeug, werden alle aufgefordert, Mundschutzmasken zu tragen.

Neues Dreiparteien-Übereinkommen 

Erstellt am Montag, den 31. August 2020. 15:30 Uhr.

Ja, wenn an Ihrem Arbeitsplatz eine Vereinbarung über Kurzarbeit getroffen wird. Die Entscheidung liegt beim Unternehmen, aber die Mitarbeiter müssen informiert und angehört werden. Die Vereinbarung besagt, dass Kurzarbeit gemäß der neuen Vereinbarung sachlich begründet sein muss.

Sie haben 24 Stunden (an einem Werktag) Zeit, um zu entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten oder nicht. Gleiches gilt, wenn das Unternehmen den Anteil Ihrer Beurlaubungszeit erhöht, von einem Zyklus von vier Wochen zum nächsten, also in höherem Maße von der Regelung Gebrauch macht. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, liegt die Entscheidung, ob Sie entlassen werden sollen, beim Unternehmen. Wenn Sie Nein sagen, laufen Sie demnach Gefahr, entlassen zu werden. Sollte dies geschehen, bleibt Ihnen Ihre gewöhnliche Kündigungsfrist.

Der Vertrag birgt im Übrigen die Möglichkeit, dass Sie fristlos kündigen können, wenn Sie eine andere Arbeitsstelle mit einer längeren Arbeitszeit bekommen können.

Ja:

  • Sind Sie Mitglied einer Arbeitslosenkasse und haben einen Anspruch auf Tagegeld, so können Sie ohne weiteres an der neuen Kurzarbeit teilnehmen.
  • Sind Sie Mitglied einer Arbeitslosenkasse und haben KEINEN Anspruch auf Tagegeld angespart, so können Sie dennoch während der Kurzarbeit Tagegeld beziehen, wenn Sie rückblickend die Mitgliedschaft der Arbeitslosenkasse zwei Monate lang jeden Monat eingezahlt haben, und zahlen in der Zeit der Kurzarbeit den normalen Beitrag.
  • Sind Sie NICHT Mitglied einer Arbeitslosenkasse, so können Sie dennoch während Ihrer Kurzarbeit Tagegeld beziehen. Dies setzt jedoch voraus, dass Sie sich bei der Arbeitslosenkasse anmelden und in jedem Monat, in dem Sie unter der neuen Regelung Tagegeld beziehen möchten, einen dreimonatigen Mitgliedschaftsbeitrag zahlen. Wenn die Kurzarbeit endet, haben Sie nicht länger einen Anspruch auf Tagegeld.

Auch hier gibt es Einzelheiten, die noch nicht abgeklärt sind. 3F bemüht sich darum, dass diese beleuchtet und ausgelegt werden.

Nein. Der Betrag in Höhe von 23.000 DKK ist ein neuer, vorübergehender Höchstsatz, der dem Betrag entspricht, wenn Sie in einem Monat vollarbeitslos sind. Vor dem Hintergrund Ihres Lohns muss ein individueller Satz für Sie berechnet werden. Die endgültigen Bedingungen sind jedoch noch nicht bekannt. Wenn alle Einzelheiten des Vertrags vorliegen, werden wir Sie so schnell, wie wir können, informieren.

Wenn kein Lohn für die Berechnung eines Satzes vorliegt, so gilt der Absolventensatz für Nichtversorger. Auch hier liegen noch nicht alle Einzelheiten vor.

Nein. Er gilt nur für diejenigen, die von der neuen, vorübergehenden Kurzarbeit umfasst sind.

Ansonsten gelten die gewöhnlichen Sätze und Bestimmungen.

Der Vertrag gilt bis Ende 2020, und Kurzarbeit kann maximal vier Monate lang andauern. Es wird jedoch die Möglichkeit geben, dass eine Regelung, die im laufenden Jahr zustande kommt, im Jahr 2021 weiterlaufen kann, jedoch nach wie vor insgesamt höchstens vier Monate.

Kurzarbeit kann vorzeitig beendet werden, wenn es für das Unternehmen wieder besser läuft.

Die Verteilung von Arbeit und Arbeitslosigkeit wird flexibel, je nach Bedarf des Unternehmens. Es wurde vereinbart, dass die Zeit mit Arbeitslosigkeit mindestens 20 und höchstens 50 Prozent der Arbeitszeit betragen muss. Dieser Anteil wird als ein Durchschnitt gemessen über vier Wochen gegenüber der vereinbarten Arbeitszeit berechnet.

Nach vier Wochen kann die Verteilung geändert werden, wenn Bedarf daran besteht.

Nein. Während Sie bei der neuen Regelung Kurzarbeitergeld erhalten, nehmen Sie nicht Ihr gewöhnliches Tagegeld in Anspruch. Das bedeutet, dass Sie im Falle einer späteren Arbeitslosigkeit nicht schlechter gestellt sind, obwohl Sie Tagegeld gemäß dem Kurzarbeitsvertrag erhalten haben.

Ja und nein. Auf der einen Seite müssen Sie für angewiesene Arbeit mit mehr Stunden zur Verfügung stehen. Das bedeutet, wenn das Arbeitsamt oder die Arbeitslosenkasse Ihnen eine andere Arbeit vermittelt, während Sie Kurzarbeitergeld beziehen, müssen Sie diese annehmen, um Ihre Pflicht, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen, zu erfüllen.

Es wird auch gefordert, dass Sie bei www.jobnet.dk einen aktiven Lebenslauf hochladen.

Im Gegenzug brauchen Sie aber nicht selbst aktiv nach einer Arbeit zu suchen oder zu Gesprächen u.a.m. beim Arbeitsamt oder bei der Arbeitslosenkasse zu gehen. Der Einsatz ist somit weniger intensiv.

Ja. Der Vertrag bietet Ihnen – und den Unternehmen – die Möglichkeit, die Krise für eine berufliche Fortbildung zu nutzen. Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer werden aufgefordert, zu prüfen, ob eine Ausbildung durchgeführt werden kann, anstatt dass die Mitarbeiter zu Hause sind. Dies könnte über die Kompetenzstiftungen laufen, die es in einigen Branchen gibt. In einigen Fällen erhält man während der Ausbildung seinen vollständigen Lohn.

Nein. Nach den gewöhnlichen Bestimmungen riskiert man, dass das Tagegeld gegen Stunden, die man tatsächlich nicht gehabt hat, verrechnet wird – der Grund dafür ist die so genannte „technische Belegung“. Die hinter dem Vertrag stehenden Parteien haben jedoch fest vereinbart, dass man bei der Kurzarbeit nicht hiervon betroffen werden darf.

Doch. Bei dieser sind die Bestimmungen ein wenig anders. Und die bereits bestehende Regelung läuft parallel zur neuen. Wenn ein Unternehmen aus irgendeinem Grunde die alte Regelung bevorzugt, kann sie diese nutzen. Die Parteien fordern jedoch die Unternehmen dazu auf, von der neuen verbesserten Regelung Gebrauch zu machen.


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